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Agent Loops (Loop Engineering)

"You shouldn't be prompting coding agents anymore. You should be designing loops that prompt your agents." — @steipete

Definition

Das ReAct-Pattern (Reason + Act) ist die fundamentale Agentenschleife: Ein Agent erhält einen Prompt, führt einen Tool-Call aus, bewertet das Ergebnis, trifft eine Entscheidung und wiederholt den Zyklus. Diese einfache while-true-Schleife ist der Ausgangspunkt der meisten Agent-Architekturen.

[Prompt] → [Reason] → [Act (Tool-Call)] → [Observe Result] → [Decide] → [Loop or Done]

Peter Steinbergers "Loop Engineering"

Peter Steinberger (@steipete) hat das Loop-Konzept systematisiert und professionalisiert. Statt einer einfachen while-true-Schleife propagiert er explizite, verschachtelte Loops mit klaren Verantwortlichkeiten:

1. Agent-Loop (Write → Test → Verify → Retry)

Der primäre Arbeitszyklus eines Coding-Agenten:

  • Write: Code generieren
  • Test: Ausführen und Ergebnis prüfen
  • Verify: Qualität und Korrektheit validieren
  • Retry: Bei Fehlern iterieren

2. Verifier-Loop (Self-Correction)

Ein separater Loop, der die Arbeit des Agent-Loops überwacht:

  • Prüft die eigene Arbeit kritisch
  • Zwingt zu Retries, wenn Qualitätsstandards nicht erreicht werden
  • Bricht bei wiederholtem Scheitern ab (Fail-Fast)

3. Meta-Loop (Continuous Improvement)

Ein Loop, der den Agenten selbst verbessert — auch während der Entwickler schläft:

  • Analysiert Fehlermuster über mehrere Sessions
  • Passt Prompts und Konfiguration an
  • Baut eine Wissensbasis aus erfolgreichen und fehlgeschlagenen Iterationen auf
[Meta-Loop] ──→ [Agent-Loop: Write → Test → Verify → Retry]
    ↑                    ↓ (bei Fehlern)
    └────────── [Verifier-Loop: Prüft → Zwingt Retry → Fail-Fast]

Vorteile von Loops

  • Einfach: Leicht zu verstehen und zu implementieren
  • Verständlich: Der Kontrollfluss ist linear und nachvollziehbar
  • Flexibel: Kann für jede Aufgabe angepasst werden
  • Keine Abhängigkeiten: Funktioniert ohne spezielle Frameworks
  • Debugging-freundlich: Jeder Loop-Schritt ist isoliert testbar

Nachteile von Loops

  • State-Management: Muss selbst gebaut werden — kein eingebauter Persistenz-Mechanismus
  • Persistenz: Bei Unterbrechung geht der Loop-Status verloren (kein Checkpointing)
  • Debugging: Kein visuelles Tracing — Log-Analyse ist die einzige Debugging-Methode
  • Human-in-the-Loop: Muss selbst implementiert werden (keine nativen Approval-Gates)
  • Parallelität: Schwierig zu parallelisieren — Loops sind inhärent sequentiell
  • Skalierung: Bei komplexen Workflows werden Loops schnell unübersichtlich (Spaghetti-Loops)

Verwandte Konzepte

Quellen